Jahresbilanz 2011: Interseroh gestaltet Zukunftstrends aktiv mit

Vorreiter der Rohstoffwende

27.03.2012 - INTERSEROH SE legt Jahresabschluss für 2011 vor.
Jahresbilanz 2011: Interseroh gestaltet Zukunftstrends aktiv mit

27.03.2012 – Als innovativer Rohstoffpartner für die Industrie und Pionier der Green Economy befindet sich Interseroh auf dem richtigen Weg – das erklärte Vorstandschef Dr. Axel Schweitzer auf der Bilanzpressekonferenz der INTERSEROH SE am 27. März in Köln. Im ersten Jahr des Zusammenschlusses mit der ALBA Group hat das Unternehmen nicht nur einen der besten Jahresabschlüsse seit Gründung erzielt, sondern gehört damit nun auch zu den weltweiten Top 10 für Umweltdienstleistungen und Rohstoffhandel.

Volatile Märkte, schwindende Primärrohstoffe, verschärfter Wettbewerbsdruck – ein Blick auf die weltweiten Handelsplätze zeigt: Die Ressourcenwende ist in vollem Gang. Aktiv den Zukunftstrend Ressourceneffizienz mitzugestalten war eines der Unternehmensziele von Interseroh im Jahr 2011. Der Erfolg dieser Ausrichtung lässt sich an den Zahlen ablesen, die Axel Schweitzer auf der Bilanzpressekonferenz vorlegte. Die Interseroh-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Vorsteuerergebnis von rund 39 Millionen Euro abgeschlossen – und damit seinen Vorjahresabschluss noch einmal übertroffen. In den Geschäftsbereichen Stahl- und Metallrecycling sowie Dienstleistung erhöhte sich der Umsatz um 22 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Sekundärrohstoffe gefragter denn je

Axel Schweitzer nannte zwei Hauptgründe für diesen Ergebnissprung. Zum einen habe die gestiegene Unsicherheit bei der Rohstoffbeschaffung das Interesse an Recycling in Deutschland signifikant steigen lassen. Das Modell der Kreislaufwirtschaft rücke demnach immer mehr in den Fokus des unternehmerischen Denkens und Handelns. Bedeutende Vorteile von Recycling bestünden vor allem in der kostengünstigeren Beschaffung von Rohstoffen sowie geringeren Entsorgungskosten. Schweitzer veranschaulichte den Trend hin zu einer Green Economy am Beispiel Kunststoffe – wo traditionell eher Einmalgeschäfte vorherrschten, zeichne sich derzeit ein ansteigendes Interesse an längerfristigen Verträgen mit Interseroh ab.

Als zweiten Grund für den positiven Geschäftsabschluss führte der Vorstandschef die Folgen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit ALBA an. Durch die Zusammenführung sei der Dienstleister gesellschaftsrechtlich und strategisch optimal aufgestellt, um die hohe Volatilität an den Rohstoffmärkten effektiv abzufedern.

So können beide Unternehmensgruppen flexibel und unbürokratisch kooperieren, um beispielsweise neue geschlossene Kreisläufe und Innovationen in der Aufbereitung von Abfällen zu entwickeln. Der Schulterschluss mit ALBA habe Interseroh im Jahr 2011 dabei gestützt, Zukunftstrends in puncto Ressourcenversorgung aktiv mitzugestalten und sich so zunehmend als starker Rohstoffpartner für die Industrie zu positionieren. Unter dem Dach der ALBA Group, so Schweitzer, gehöre Interseroh „zu einer der weltweit zehn größten Unternehmensgruppen für
Umweltdienstleistungen und Rohstoffhandel. Das wollen wir weiter festigen. Vor dem Hintergrund des starken weltweiten Wachstums der Branche ist das ein anspruchsvolles Ziel.“

Mit innovativen Verfahren die Nase vorn

Axel Schweitzer nutzte die Gelegenheit, um den Journalisten auf der Bilanzpressekonferenz einen Wertstoffkreislauf an einem Praxisbeispiel zu veranschaulichen: einem Abfalleimer aus Procyclen, entworfen vom Designspezialisten Curver. Der von Interseroh gemeinsam mit einem Kunststoffhersteller entwickelte, patentierte Kunststoff besteht aus nahezu 100 Prozent Recyclingmaterial. Das Besondere: In Sachen Qualität stehe Procyclen Neuware in nichts nach. Damit gelinge Interseroh effektiv so genanntes „Upcycling“ – also Recycling ohne Qualitätsverlust. Für sein Kunststoffgranulat hat Interseroh Anfang März den Sonderpreis für Nachhaltigkeit des Bundesverbandes Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. (BHB) erhalten. Eingesetzt werden kann das Kunststoffgranulat bespielsweise bei Farbeimern, Verkaufsverpackungen, Flaschenkästen oder Mehrweg-Transportverpackungen. Auch bei der Entwicklung von Procyclen habe sich der Zusammenschluss mit ALBA als nützlich erwiesen: Von der Beschaffung der Ausgangsmaterialien bis zur Aufbereitung könne der Rohstoffkreislauf gänzlich innerhalb der Unternehmensgruppe gestaltet werden.

Beste Grundlage für mehr Wachstum

Für das Jahr 2012 gab der Vorstandschef einen verhalten optimistischen Ausblick. Aufgrund des fragilen ökonomischen Umfelds im Euro-Raum prognostizierte Axel Schweitzer einen leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang für das Unternehmen: „2012 wird ein anspruchsvolles Jahr, weil die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen alles andere als rosig sind. Gleichwohl ist Interseroh sehr gut im Markt positioniert. Die Aufstellung der Interseroh-Gruppe unter dem Dach der ALBA Group schafft die optimale Voraussetzung, weiter zu wachsen.“ So wolle Interseroh das internationale Geschäft auch im laufenden Jahr weiterentwickeln. Ein Schwerpunkt liege dabei auf den Märkten Türkei und China, wo der Bedarf am Know-how des Konzerns groß sei. Mit seinem vielseitigen Dienstleistungsportfolio, so bei Rücknahmesystemen, will Interseroh auch innerhalb Europas die Fühler ausstrecken – zum Beispiel nach Italien.

Die positive Geschäftsbilanz von Interseroh stieß auf großes mediales Interesse: Von der lokalen Presse bis hin zu dpa und Financial Times fand der Jahresabschluss Einzug in die Berichterstattung.


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