TÜV Rheinland prüft Interseroh Verpackungsrücknahme

Erstmals freiwillige Qualitätskontrolle von Entsorgungs- und Recyclingdienstleistungen

11.10.2007 - Köln. Mit der Interseroh Dienstleistungs GmbH hat erstmals ein Recycling-Dienstleister in Deutschland seine Rücknahmesysteme für Verpackungen von unabhängiger Stelle untersuchen und zertifizieren lassen. In einem fünfmonatigen Arbeitsprozess haben Experten der TÜV Rheinland Group die Systematik des Interseroh-Rücknahmesystems für Transportverpackungen und der Interseroh-Selbstentsorgerlösung für Verkaufsverpackungen eingehend studiert, geprüft und schließlich zertifiziert. Auf einer Pressekonferenz am 11. Oktober in Köln stellten Interseroh-Vorstand Roland Stroese und TÜV Rheinland-Bereichsvorstand Stephan Baus die Ergebnisse des Zertifizierungsprozesses vor.
TÜV Rheinland prüft Interseroh Verpackungsrücknahme

11.10.2007 – Köln. Mit der Interseroh Dienstleistungs GmbH hat erstmals ein Recycling-Dienstleister in Deutschland seine Rücknahmesysteme für Verpackungen von unabhängiger Stelle untersuchen und zertifizieren lassen. In einem fünfmonatigen Arbeitsprozess haben Experten der TÜV Rheinland Group die Systematik des Interseroh-Rücknahmesystems für Transportverpackungen und der Interseroh-Selbstentsorgerlösung für Verkaufsverpackungen eingehend studiert, geprüft und schließlich zertifiziert. Auf einer Pressekonferenz am 11. Oktober in Köln stellten Interseroh-Vorstand Roland Stroese und TÜV Rheinland-Bereichsvorstand Stephan Baus die Ergebnisse des Zertifizierungsprozesses vor.

„Mit diesem bisher einzigartigen Projekt wollen wir den Wünschen unserer Kunden noch stärker entsprechen und die Premiumqualität unserer Dienstleistungen fortlaufend absichern. Es geht um die Möglichkeit, Herstellern und Vertreibern die hochwertige Qualität von Entsorgung und Recycling ihrer gewerblich anfallenden Verpackungen durch ein unabhängiges Top-Prüfsystem, wie das des TÜV Rheinland, zu garantieren. Sie alle unterliegen schließlich einer umfassenden Rücknahme- und Verwertungspflicht durch die Verpackungsverordnung“, erklärte der für Dienstleistung und Rohstoffhandel verantwortliche Vorstand der Interseroh AG, Roland Stroese. „Neben der Motivation, unsere Dienstleistungen überprüfen zu lassen und damit unseren Kunden ein objektives Bewertungskriterium an die Hand zu geben geht es mir um einen weiteren, ganz entscheidenden Punkt: Das Ende der Trittbrettfahrerei in der Verpackungsentsorgung.“

Im Rahmen der Zertifizierung nach dem „Premium Service“-Standard von TÜV Rheinland wurden unter anderem eine Mitarbeiter- und Kundenbefragung durchgeführt sowie weitere qualitative Interviews mit Kunden geführt. Hinzu kam ein Audit vor Ort. Die Befragungen müssen zur Erfüllung des Standards eine Mindestbeteiligung von 80 Prozent aufweisen sowie – im Schulnotensystem – mindestens die Gesamtnote 2. „Ziel dieses mehrstufigen Verfahrens ist es, die Servicequalität einer erbrachten Dienstleistung ganzheitlich festzustellen. Interseroh hat für das Rücknahmesystem Transportverpackungen und die Verpackungsrücknahme Selbstentsorgung die zahlreichen Kriterien erfüllt oder sogar übertroffen“, so Stephan Baus, Bereichsvorstand Systeme der TÜV Rheinland Group.

Für über 4.000 Industriekunden erledigt Interseroh heute die Rückführung und Verwertung von Transportverpackungen. Sie übernimmt die Organisation und Koordination der Logistik sowie die Überwachung und Verwertung der Stoffströme. Für die Abholung vor Ort beauftragt Interseroh Entsorgungsunternehmen, die die leeren Transportverpackungen bei Groß- und Fachhändlern sowie Handwerksbetrieben sammeln. Anschließend wird das Material an Aufbereitungs- und Verwertungsbetriebe weitergeleitet. In Deutschland arbeitet Interseroh hierzu mit über 600 Entsorgungspartnern zusammen.

Hersteller, Importeure und Vertreiber haben zudem die Wahl, wie sie der Verpflichtung zur Rücknahme ihrer Verkaufsverpackungen nachkommen. Eine Möglichkeit dazu ist die Verpackungsrücknahme durch Selbstentsorgung. Sie beruht auf der Tatsache, dass ein Teil der Verkaufsverpackungen nicht bei den Haushalten ankommt, die haushaltsnahe Erfassung über gelbe Tonnen und gelbe Säcke sowie über Papier- und Glascontainer hier also nicht greift. Vielmehr bleiben unterschiedlich große Mengen der Verpackungen direkt bei gewerblichen Endverbrauchern oder werden vom privaten Endverbraucher beim Handel zurückgelassen.

An diesen Orten, die mit den Vertriebswegen der Hersteller korrespondieren, also übereinstimmen, erfasst Interseroh die Verkaufsverpackungen. Stroese: „Genau diese Erfassungsstruktur der korrespondierenden Anfallstellen unterscheidet uns maßgeblich von unseren Mitbewerbern und genau auf dieses zentrale Qualitätsmerkmal unserer Selbstentsorgergemeinschaft legen unsere Kunden großen Wert.“ Interseroh organisiert an diesen Orten auch die Abholung und Verwertung der ausgedienten Verpackungen und stellt sicher, dass die Quotenvorgaben zur Verwertung des Materials erfüllt und die erforderlichen Mengenstromnachweise beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag hinterlegt werden.

Das Interseroh-Dienstleistungsspektrum umfasst heute folgende Systeme auf der Basis der Verpackungsverordnung: die Rücknahme von Transportverpackungen, die Selbstentsorgung von gewerblich anfallenden Verkaufsverpackungen, das Duale System Interseroh für haushaltsnah anfallende Verkaufsverpackungen sowie ein Pfand-System für Einweggetränkeverpackungen. Ergänzt werden diese Leistungen durch die Organisation von Behälterpools mit einem neuen Mehrweg-Transportsystem. Darüber hinaus bietet Interseroh ein umfassendes Produkt-Recycling an, z.B. für Elektro-Altgeräte, Batterien, gebrauchte Toner- und Tintenkartuschen sowie ausgediente Produkte aus verschiedenen Branchen. Abgerundet wird das Komplettangebot durch Entsorgungsmanagement für Standorte, Lager und Filialen.

„Interseroh wird sich vor diesem Hintergrund zunehmend zu einem Komplettanbieter von Entsorgungsdienstleistungen für Handel und Industrie entwickeln, um die wachsende Nachfrage nach Sekundärrohstoffen befriedigen zu können. Schon heute ist unsere Produktpalette einzigartig in Deutschland“, betonte Stroese.


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