Die ALBA Group auf der IFAT 2010

Messe zeigt Neuigkeiten und Trends rund ums Recycling

30.09.2010 - Dass die Recyclingbranche zu DEN Wachstumsbranchen weltweit gehört, zeigen die beeindruckenden Zahlen der Messe IFAT ENTSORGA, die Mitte September 2010 in der Neuen Messe München stattfand: Auf der Weltleitmesse der Umwelttechnologiebranche präsentierten 2.730 Aussteller den rund 110.000 Fachbesuchern aus über 185 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen. Mit dabei auch ALBA und Interseroh, die Unternehmen unter dem virtuellen Dach der ALBA Group. Erstmals präsentierten sich die beiden Unternehmensgruppen mit ihrem umfassenden Leistungsspektrum gemeinsamen auf der Messe.
Die ALBA Group auf der IFAT 2010

30.09.2010 – Dass die Recyclingbranche zu DEN Wachstumsbranchen weltweit gehört, zeigen die beeindruckenden Zahlen der Messe IFAT ENTSORGA, die Mitte September 2010 in der Neuen Messe München stattfand: Auf der Weltleitmesse der Umwelttechnologiebranche präsentierten 2.730 Aussteller den rund 110.000 Fachbesuchern aus über 185 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen. Mit dabei auch ALBA und Interseroh, die Unternehmen unter dem virtuellen Dach der ALBA Group. Erstmals präsentierten sich die beiden Unternehmensgruppen mit ihrem umfassenden Leistungsspektrum gemeinsamen auf der Messe.
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Die beiden Unternehmensgruppen stellten die Marke ALBA Group in neuem Glanz vor und zeigten anhand des umfassenden Produktportfolios anschaulich, was sie zu einer der führenden Unternehmensgruppe für Umweltdienstleistungen und Rohstoffhandel macht. Der neue Look der Messelounge sollte dabei verdeutlichen, dass vermeintliche Abfälle heute zu großen Teilen wertvolle Sekundärrohstoffe sind. Sortiert und aufbereitet sind die Materialien nicht nur schön anzusehen, sondern dienen der Industrie auch als wichtige Quelle für die Neuproduktion modernster Produkte. Nur ein Beispiel: Schon heute liegt die Recyclingquote von Aluminium in Fahrzeugen bei 95 Prozent.

Ob nationale oder internationale Kunden – die Besucher interessierten sich während der Messetage für das gesamte Spektrum an Dienstleistungen der ALBA Group, das technische Know-how sowie das Netzwerk an Standorten zur Erfassung und Vermarktung von Sekundärrohstoffen. Unter dem Dach der ALBA Group sind die Unternehmen der ALBA- und Interseroh-Gruppe nicht nur in zahlreichen europäischen Ländern ein verlässlicher Partner für Kommunen, kleine Gewerbetreibende und große Firmen bei der Entsorgung von Abfällen und Produktionsresten, mit Interseroh ist auch der zweitgrößten Lizenzgeber im Bereich des Verpackungsrecyclings (u.a. System Gelbe Tonne / Rücknahme von Transportverpackungen aus der Industrie) unter dem Dach der ALBA Group. Ebenso gehört die Sammlung und das Recycling von Schrotten, Pappe/Papieren, Kunststoffen, Holz und Glas aller Art, das fachgerechte Recycling von Elektro-Schrott, die umweltgerechte Entsorgung von Sonderabfällen und Lebensmittelresten sowie Abbruchleistungen, Tonerkartuschenrecycling, Datenträger- und Aktenvernichtung und sämtliche Dienstleistungen im Bereich der Immobilienbewirtschaftung zum Angebotsspektrum der ALBA Group.

Besonderes Interesse weckte auf der Messe eine Installation, mit der Interseroh auf sein Mehrweg-Pooling-System aufmerksam machte. Ein ganz neues Geschäftsfeld in der Gruppe, bei dem erstmals die Vermeidung von Abfällen im Vordergrund steht. Gemeinsam mit ALDI Süd hat Interseroh eine Kunststoffkiste zur Präsentation von Obst und Gemüse im Handel entwickelt, die von Interseroh nun über die ganze Lieferkette gemanagt wird – also von der Befüllung beim Bauern bis zur antibakteriellen Reinigung im Waschdepot.

ALBA Group Lounge als beliebter Anlaufpunkt

Während der fünf Messetage war die Messelounge ein beliebter Anlaufpunkt für Kunden und Politiker, sowohl um sich zu informieren, aber auch um in der Loungeatmosphäre etwas Abstand vom hektischen Messetreiben zu finden. So besuchten BDE-Präsident Peter Kurth, Jochen Flasbarth, Chef des Umweltbundesamts, oder Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander den Stand der ALBA Group. Außerdem begrüßten die Vorstände von ALBA und Interseroh eine Vielzahl von Journalisten zu einem ungezwungenen Pressegespräch.

Umweltbranche als wichtiger Faktor für die Zukunft

Besonders lobten viele Besucher die große Vielfalt der sich auf der Messe vorstellenden Unternehmen, sowie die Wichtigkeit, die die Umweltbranche mittlerweile einnimmt – gut zu sehen an den vielen prominenten Besuchern aus Politik und Wirtschaft.
Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender von Interseroh und Vorstandsmitglied bei ALBA: „Neben der ökologischen hat die Recycling-Branche nun auch eine zunehmend große volkswirtschaftliche Bedeutung. Die Recyclingbranche ist heute einer der wichtigsten Rohstofflieferanten für die heimische Wirtschaft. Im Jahr 2009 konnten nach Berechungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft 13,23 Prozent des Rohstoffbedarfs der Industrie durch die Sekundärrohstoffbranche gedeckt werden.“

Hauptnutzer ist laut der Studie die deutsche Stahlbranche, die 44,5 Prozent des Stahls inzwischen aus Stahlschrott herstellt. Schweitzer weiter: „Gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland sind wir schon heute auf die im Abfall verborgenen Wertstoffe angewiesen. Recycling sichert unsere Unabhängigkeit von Importen und damit unsere wirtschaftliche Zukunft.“

Politische Weichen stellen

Neben der für Messen üblichen Vorstellung neuer Produkte und Dienstleistungen diskutierten Unternehmensvertreter, Politiker und Branchenkenner auf den vielen flankierenden Workshops und Konferenzen vor allem den aktuellen Referentenentwurf zum Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie die Frage der rechtlichen Ausgestaltung einer Wertstofftonne. Dabei machten hochrangige Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWI) und des Bundesumweltministeriums (BMU) sehr deutlich, dass sie die Einführung einer zusätzlichen Wertstofftonne durch einige Kommunen – neben der bereits etablierten gelben Tonne – sehr skeptisch sehen. „Wir möchten keine zwei getrennten Wertstoffsysteme. Das widerspricht dem Ziel, hohe Recyclingquoten zu erreichen und ist aus Verbrauchersicht nicht akzeptabel“, so Dr. Thomas Rummler, zuständiger Abteilungsleiter im BMU. Um die beste Lösung für den Büger zu erzielen, brauche man einen fairen Wettbewerb um die Wertstofftonne. Rummler: „Es ist jetzt nicht geboten, hektisch zu agieren und damit Fakten zu schaffen.“

„Die Wertstofftonne gehört in den Wettbewerb“

Sein Kollege aus dem Bundeswirtschaftsministerium, Werner Ressing, stellte ebenfalls klar, dass es durch das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz zu keiner „Rekommunalisierung“ im Bereich der Abfallwirtschaft kommen dürfe. In der Diskussionsrunde auf der Messe sagte Ressing: „Der Koalitionsvertrag ist die Guideline, an die wir uns gebunden fühlen und die wir zu exekutieren haben. Daraus geht ganz klar hervor, dass es keine Rekommunalisierung geben darf. Die Wertstofftonne gehört in den Wettbewerb.“


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