Dr. Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen
Serie: Nachhaltigkeit ist Chefsache

18.08.2015 – Barmenia ab 2016 CO2-neutral

Nachhaltigkeit ist Chefsache: Bis 2020 wollen die Barmenia Versicherungen papierlos sein, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Eurich im Interview.
Serie: Nachhaltigkeit ist Chefsache

Barmenia ab 2016 CO2-neutral

18.08.2015 – Wegweisende Unternehmensstrategie: Seit 14 Jahren richten die Barmenia Versicherungen ihr Geschäft konsequent nachhaltig aus. Bereits 2008 gab es für das Engagement beim Deutschen Nachhaltigkeitswettbewerb den Sonderpreis Vertrieb, jüngst hat auch der TÜV Rheinland die Nachhaltigkeitsleistung der Versicherungsgruppe auditiert und zertifiziert. Mit mehr als 3.400 Mitarbeitern und einem Bestand von rund 1,8 Millionen Versicherungsverträgen ist die Barmenia eine der größten unabhängigen Versicherungsgruppen in Deutschland. Über die aktuellen Ökoeffizienz-Pläne des Unternehmens spricht Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Eurich im recyclingnews-Interview. 

Herr Dr. Eurich, welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für die Barmenia Versicherungen?
Andreas Eurich: Für uns stehen wirtschaftliches Handeln, soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein gleichberechtigt nebeneinander. Wir haben unser Verständnis im Leitbild und in den Unternehmenszielen festgeschrieben. Somit wird für alle klar, dass wir uns intensiv mit diesem Thema beschäftigen. Natürlich muss ein solches Ansinnen auch mit Leben gefüllt werden, deshalb veröffentlichen wir neben unserem Geschäftsbericht auch einen Nachhaltigkeitsbericht, der Aufschluss über unsere Aktivitäten gibt. Auch auf unserer Internetseite www.nachhaltige.versicherung können unsere nachhaltigen Maßnahmen nachgelesen werden.

Wie stellen Sie innerhalb der Barmenia Versicherungen ein Höchstmaß an Energieeffizienz und Ressourcenschonung sicher?
Andreas Eurich: Wir haben Anfang 2011 ein Umweltmanagementteam gegründet, das sich intensiv mit Energieeffizienz und Ressourcenschonung beschäftigt. Das Team setzt sich aus Vertretern aller zu diesen Themen relevanten Bereiche zusammen und wird von meinem Vorstandskollegen Martin Risse geleitet. Oberstes Ziel ist es, die Umweltbilanz der Barmenia Versicherungen insgesamt zu optimieren. Neben einer internen Kontrolle spielen auch externe Zertifizierungsprozesse eine große Rolle. So haben wir zweimal an Ökoprofit teilgenommen und der TÜV Rheinland hat unsere nachhaltige Unternehmensführung erst vor wenigen Monaten auditiert und zertifiziert. Darüber hinaus haben wir mit dem Barmenia-Nachhaltigkeitsbeirat ein Gremium mit unabhängigen Experten geschaffen, das uns hinsichtlich unserer Nachhaltigkeitsleistung berät.

Ein Blick voraus: Welchen Meilenstein wird Barmenia in puncto Recycling und Rohstoffeffizienz im Jahr 2020 erreicht haben?
Andreas Eurich: Wir werden schon im nächsten Jahr einen Meilenstein erreicht haben: 2016 werden wir uns CO2-neutral stellen lassen. In den letzten Jahren haben wir unsere CO2-Emissionen zum Beispiel durch ein intelligentes Reisemanagement sowie die Umstellung auf Ökostrom drastisch reduziert. So konnten jährlich über drei Millionen Kilogramm CO2 eingespart werden! Bereits seit über zehn Jahren verfolgen wir auch die Idee des papierlosen Büros. So haben wir mittlerweile viele Prozesse implementiert, die vollständig auf eine bislang unserer wichtigsten Ressourcen – nämlich Papier – verzichten. Viele unserer Versicherungsprodukte werden mittlerweile papierlos vereinbart. Der Antrag wird online gestellt und der Kunde erhält den Versicherungsschein per E-Mail als PDF-Datei. Bis 2020 wollen wir mithilfe der Digitalisierung das papierlose Büro weitestgehend erreicht haben. Uns ist es wichtig, dass wir die Dinge realisieren, die möglich sind, und nicht erst warten, bis sie uns vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden. Deshalb bedeutet für uns nachhaltige Verantwortung nicht die Vielzahl großer Worte, sondern die Summe kleiner Schritte und dazu kann jeder Mitarbeiter in unseren Unternehmen beitragen.

Herr Dr. Eurich, vielen Dank für das Gespräch. (KR)

Verwandte Artikel

1. Adidas setzt auf Recycling-Polyester
2. Dyson: „Digitale Motoren verbrauchen weniger Ressourcen“
3. Der ökonomische Gewinn folgt automatisch – GLS Bank

(Foto: Barmenia)


Artikel drucken Artikel drucken