Serie: Nachhaltigkeit ist Chefsache

Lebensbaum setzt auf kompostierbare Folien

Serie "Nachhaltigkeit ist Chefsache": Bio-Pionier Lebensbaum minimiert Verpackungsmaterial. Nachhaltigkeitsbeauftragter Henning Osmers im Interview.
Serie: Nachhaltigkeit ist Chefsache

11.12.2014 – 1979 gegründet, setzt die Bio-Marke „Lebensbaum“ seit jeher auf nachhaltige Kooperationen – mit Erzeugern ebenso wie mit Bauern und Lieferanten. Inzwischen hat sich das Unternehmen deutschlandweit als vertrauenswürdiger Anbieter von Tee, Kaffee und Gewürzen aus ökologischem Landbau einen Namen gemacht. Henning Osmers, Nachhaltigkeitsmanager bei Lebensbaum, erklärt im Interview mit recyclingnews, wie der Bio-Pionier neben den Produkten auch die Verpackungen immer mehr auf Nachhaltigkeit trimmt.

Herr Osmers, welche Rolle spielen geschlossene Wertstoffkreisläufe für Lebensbaum?

Henning Osmers: Das Thema Wertstoffkreisläufe ist für uns derzeit vor allem im Zusammenhang mit den Verpackungen relevant. Hier haben wir das Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Wir versuchen beispielsweise, die Verpackungsmenge bei unseren Produkt- und Transportverpackungen zu minimieren. Außerdem kümmern wir uns darum, dass alle Verpackungen so weit wie möglich weiterverwendet werden können, etwa bei Umkartons. Und nicht zuletzt stärken wir ihre Recyclingfähigkeit und setzen uns dafür ein, dass sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden oder kompostierbar sind.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Ware ressourcenschonend produziert und optimal recycelt wird?

Henning Osmers: Wir achten bereits bei unseren Rohwaren auf Nachhaltigkeit: Indem wir auf ökologischen Landbau setzen, schonen wir natürliche Ressourcen, denn er wirkt beispielsweise der Bodenerosion entgegen und bewahrt die Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel verhindert außerdem, dass Organismen, Böden und Gewässer belastet werden.
Neben unserem Fokus auf ökologischen Landbau setzen wir auf Effizienz- und Umweltschutzmaßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Bei uns im Haus angekommen, werden die Rohwaren in einer energieeffizienten, CO2-neutralen Produktion verarbeitet. Wie gesagt, unsere Verpackungen sind zu 100 Prozent recyclingfähig oder kompostierbar und werden – soweit möglich – hergestellt aus nachhaltigen Rohstoffen, darunter FSC-Karton, kompostierbare Folien aus FSC-/PEFC-Holzfaser und Recyclingkartonage bei Transportverpackungen. Übrigens sind unsere Druckfarben mineralölfrei.

Ein Blick voraus auf das Jahr 2020: Welche wichtige Entwicklung wird Lebensbaum in puncto Recycling und Ressourceneffizienz durchlaufen haben?

Henning Osmers: Ich sehe vor allem eine Weiterentwicklung bei den kompostierbaren Folien aus nachwachsenden Rohstoffen, und denke, dass wir ihre Nutzung weiter ausweiten. Außerdem wird es eine Minimierung des Materialverbrauchs für Teeschachteln geben.

Herr Osmers, vielen Dank für das Gespräch. (KR)

Verwandte Artikel

1. Bionade: „Ziel ist die In-Wert-Setzung von Abfällen“
2. 100 Millionen für eine nachhaltige Flotte: AIDA Cruises
3. Nachhaltigkeit ist Chefsache: GLS Bank

(Foto: Lebensbaum)


Artikel drucken Artikel drucken