Rob Nansink (links), geschäftsführender Direktor der ALBA SE, und Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group, am Tag der Eröffnung des neuen Terminals in Amsterdam.
Internationalisierungskurs schreitet voran

Neues Exportterminal in Amsterdam

Die ALBA Group richtet sich stärker international aus. Die Tür zu den Wachstumsmärkten stößt das Recyclingunternehmen mit einem neuen Tiefseeterminal im Hafen von Amsterdam auf.
Internationalisierungskurs schreitet voran

20.02.2014 – Der Umweltdienstleister und Rohstoffversorger ALBA Group hat im Hafen von Amsterdam sein neues Exportterminal eröffnet. Unter der neuen Adresse Vlothaven 1 im Amsterdamer Hafen kann ALBA nun alle Sorten von Eisenschrotten handeln. Aber auch Metalle, Papier und Kunststoff, sprich alle Rohstoffe, die die ALBA Group produziert. Das neue Terminal sei daher kein klassisches Schrottterminal, sondern ein hochmodernes Multifunktionsterminal, so Rob Nansink, geschäftsführender Direktor der ALBA SE.

Gegenüber dem ehemaligen Terminalstandort der ALBA Group im südholländischen Dordrecht wartet das neue Tiefseeterminal mit einer Reihe von Vorteilen auf. Die Größe ist nur einer davon. „Wir verfügen hier über ein Areal von rund 27.000 Quadratmetern verdeutlicht Nansink die Dimensionen des neuen Exportterminals. Für den Export in die ganze Welt können dort Mengen von über 200.000 Tonnen gelagert und Schiffe von bis zu 50.000 Tonnen Verladekapazität abgewickelt werden. Auch ein kleines Lager für Nichteisenmetalle ist vorhanden.

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Zur Ausstattung des neuen Umschlagplatzes mit einem eigenen Verwaltungsgebäude gehören alle Geräte, die man für so ein Terminal braucht, beispielsweise ein Liebherr 934, eine Lkw-Waage mit einem Detektionssystem zum Nachweis radioaktiver Strahlung und ein Radlader. Der Star unter den Geräten ist aber ein Riese von Hafenmobilkran. Der 400 Tonnen schwere Liebherr LHM 550 hat eine Reichweite von 50 Metern und eine Tragfähigkeit von 40 Tonnen. Mit einem solchen Kran lässt sich Zeit und damit Geld sparen. Denn das Beladen eines Schiffes dauert damit nur rund 72 Stunden. Organisatorisch ist das Terminal schlank aufgestellt. Die Arbeit im Verwaltungsgebäude, in der Lagerhalle und draußen auf dem Gelände erfordert nur acht eigene Mitarbeiter.

Optimale Verkehrsanbindung

Was das neue Terminalgelände im westlichen Hafengebiet von Amsterdam ebenfalls attraktiv für ALBA macht, ist die verkehrstechnisch optimale Anbindung. Sowohl zu Wasser als auch zu Land und in der Luft. „Unser Terminal ist nur 15 Kilometer von der Nordsee entfernt“, weist Mark de Boer auf die kurze Verbindung über den Nordseekanal zum offenen Meer hin. De Boer ist Geschäftsführer der ALBA Scrap Trading BV (AST), einer Tochtergesellschaft der ALBA Group, die das neue Terminal betreibt. Über den Wasserweg werden nicht nur Schrotte und Metalle exportiert, sondern mit Binnenschiffen auch angeliefert. Da auch die Seitenkanäle des Hafens ausgebaggert sind, können Schiffe mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Tonnen, die doch immerhin einen Tiefgang von bis zu 12,5 Metern haben, problemlos am Kai des neuen Tiefseeterminals anlegen. Das neue ALBA-Terminal profitiert zudem davon, dass der Hafen tidenfrei und somit unabhängig von Ebbe und Flut ist, und die Transitzeit für große Schiffe durch den Nordseekanal weniger als zweieinhalb Stunden dauert. Darüber hinaus ist das neue Terminal durch seine unmittelbare Nähe zum Autobahnring um Amsterdam sowie auch über die Nähe zum Flughafen Schiphol und durch einen eigenen Schienenanschluss ebenfalls sehr günstig gelegen.

Terminal kommt zu einem guten Zeitpunkt

„Die AST wird zukünftig primär in den Niederlanden und in Belgien einkaufen“, sagt de Boer. „Der Rest wird über die ALBA Group-Schwestergesellschaften beschafft.“ Rob Nansink zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Lauf der Dinge: „Wir haben einen fliegenden Start erwischt“, so der Niederländer, der sich mit dem internationalen Handel von Metallen bestens auskennt. Unter anderem baute er die spätere ALBA SE-Beteiligung Europe Metals B.V. zu einem der führenden Exporteure von Metallschrotten von Europa nach Asien aus.

„Ein derartiges Exportterminal ist keine Spielerei, sondern ein absolutes Muss für einen Umweltdienstleister und Rohstoffversorger in der Größe der ALBA Group“, betont Nansink. Mit dem Terminal, das neue Ausfuhrmöglichkeiten für Rohstoffe bietet, hat die ALBA Group jetzt einen wichtigen Schritt getan, um ihre internationale Position weiter auszubauen. (MK)

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(Foto: ALBA Group)


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