Das Duale System Interseroh ist als erster Wettbewerber bundesweit zugelassen

Hundert Prozent für Sie da!

Es war ein harter Kampf. Aber Interseroh hat es geschafft und die bundesweite Zulassung ihres dualen Systems durchgeboxt. Damit ist das Duale System Interseroh jetzt in allen 16 Bundesländern präsent und Hersteller, Vertreiber und Importeure haben die freie Wahl bei der haushaltsnahen Entsorgung ihrer Verkaufsverpackungen.
Das Duale System Interseroh ist als erster Wettbewerber bundesweit zugelassen

01.07.2006 – Es war ein harter Kampf. Aber Interseroh hat es geschafft und die bundesweite Zulassung ihres dualen Systems durchgeboxt. Damit ist das Duale System Interseroh jetzt in allen 16 Bundesländern präsent und Hersteller, Vertreiber und Importeure haben die freie Wahl bei der haushaltsnahen Entsorgung ihrer Verkaufsverpackungen.

Die gelben Flecken wurden immer zahlreicher, bis sie im August ganz Deutschland bedeckten. Auf einer Deutschlandkarte konnten Internet-Nutzer während des gesamten, insgesamt zwei Jahre dauernden Zulassungsverfahrens unter www.interseroh-isd.de tagesaktuell die Fortschritte bei der Zulassung beobachten: Jedes Bundesland, in dem Interseroh als duales System festgestellt war, wurde gelb eingefärbt. Mit Hamburg fing alles an: Der Stadtstaat erteilte dem DSI im März 2004 als erstes Bundesland die Feststellung als duales System gemäß der Verpackungsverordnung. Und dann füllte sich die Karte kontinuierlich. Bis Mitte 2005 waren Bayern, Berlin, das Saarland und Nordrhein-Westfalen hinzugekommen. Damit kratzte das System an der 50-Prozentmarke, erreichte also bereits fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung. Genug, um interessant für Kunden zu sein. Zu wenig allerdings, um dem Ex-Monopolisten ernsthafte Konkurrenz zu machen. Aber seit diesem Sommer ist es geschafft: Hessen und Baden-Württemberg bildeten den krönenden Abschluss, stellten das DSI Ende August fest.

„Hundert Prozent für Sie da!“, so lautet dann auch sinnigerweise der neue Slogan. „Damit ist selbstverständlich nicht nur die Flächendeckung gemeint“ – freut sich Interseroh-Vorstand Roland Stroese. „Wir können unseren Kunden eben mehr bieten als andere. Bei uns bekommt ein Kunde sämtliche Leistungen zur Verpackungsentsorgung, aber auch zur Pfandpflicht oder zur Elektroaltgeräteentsorgung aus einer Hand. Das ist in dieser Form einzigartig“, erläutert er weiter. Und tatsächlich: Kunden, die bisher ihre Transportverpackungen bei Interseroh lizenziert haben oder am Selbstentsorgersystem teilnahmen, können jetzt auch alle ihre haushaltsnah anfallenden Verpackungen bei Interseroh anmelden. Da entstehen zum einen selbstverständlich Kostenvorteile. Zum anderen können die Kunden sich auf den sprichwörtlich guten Service von Interseroh verlassen. „Hundert Prozent Service, hundert Prozent günstig und jetzt auch hundert Prozent Flächendeckung: Das ist die Botschaft, die hinter der neuen Kampagne steckt.“ Stroese hat sich warm geredet – man merkt, dass er sich mit dem Produkt identifiziert. „Die Zulassungen aus Hessen und Baden-Württemberg sind der Durchbruch für einen echten bundesweiten Markt. Mit unseren Angeboten zur Rücknahme und Verwertung von Verkaufs- und Transportverpackungen auf allen Stufen des Handels und am Haushalt bieten wir den Herstellern aus der Food- und aus der Non-Food-Industrie wohl eine einmalige Komplettlösung für das Verpackungsrecycling. Ergänzend können unsere Kunden über uns die vielfältigen Erfordernisse rund um das Einwegpfand und auch ihre Verpflichtungen beim Produktrecycling erledigen, zum Beispiel für Elektro- und Elektronik-Altgeräte“, führt Stroese weiter aus.

Vieles im Leben kann man sich nicht aussuchen. Zum Beispiel seine Schwiegermutter. Oder im Geschäftsleben seinen Konkurrenten. Anderes hingegen schon: Zum Beispiel seine Geschäftspartner. Das war die Kernaussage der vorausgegangenen Kampagne. Denn die Dienstleistungen, die Interseroh anbietet, sprechen für sich. Erst jüngst hat wieder eine Kundenumfrage gezeigt, wie zufrieden die Kunden des Unternehmens mit den erbrachten Leistungen sind. Das einzige Handicap bislang war, dass Interseroh sein duales System bis August noch nicht allen Kunden anbieten konnte. Eine Dienstleistung, die gleichzeitig wohlbekannt und doch ganz neu ist. Wohlbekannt, weil jeder das Sammelsystem mit dem Grünen Punkt und der gelben Tonne kennt. Haushaltsnah anfallende Verkaufsverpackungen, wie der vielzitierte Joghurtbecher, werden über ein zweites, eben „duales“, Erfassungssystem parallel zur kommunalen Abfallsammlung erfasst und anschließend gemäß gesetzlich vorgegebener Quoten verwertet. Das System hat sich in den nunmehr gut 16 Jahren seit seiner Einführung bestens bewährt und hatte nur einen kleinen Schönheitsfehler: Es war quasi monopolistisch organisiert. Kein Hersteller oder Importeur hatte die Wahl, mit wem er zusammenarbeiten wollte.

Ausnahmslos jeder musste seine haushaltsnah anfallenden Verkaufsverpackungen beim Monopolisten Duales System Deutschland, kurz DSD, lizenzieren lassen. Begründet wurde das mit der Daseinsvorsorge. Eben das Argument, DSD habe als monopolistischer Anbieter einen dem Gemeinwohl verpflichteten Infrastrukturauftrag zu erfüllen, wurde spätestens mit der Änderung der Verpackungsverordnung im Jahr 1998 fallen gelassen. Das war nur konsequent, denn schließlich wurde das System durch die private und kommunale Entsorgungswirtschaft aufgebaut und bis heute getragen – nicht durch das DSD.

Der entscheidende Schritt zum freien Wettbewerb wurde dann Anfang 2004 mit der Umstrukturierung des DSD und dem Einstieg eines US-amerikanischen Investors getan. Jetzt ist aus dem Monopolisten ein ganz normales Unternehmen geworden. Allerdings eines, das gegenwärtig noch immer mit Abstand Marktführer ist. Doch das soll sich bald ändern. Wettbewerb allein reicht natürlich noch nicht, man muss auch einen Tick besser sein als die Konkurrenz. Und da hat Interseroh, wie gesagt, einiges zu bieten: Mit dem bewährten Selbstentsorger-System oder dem offenen Pfand-System kann das Unternehmen die gesamte Dienstleistungspalette anbieten und daraus resultieren eben Kosten- und Handlingvorteile für den Kunden. Viele Unternehmen hat das bereits überzeugt. Der Markt für die dualen Systeme umfasst mehr als fünf Millionen Tonnen zu verwertende Verkaufsverpackungen und wird auf ein Umsatzvolumen von bis zu anderthalb Milliarden Euro geschätzt. „Es ist gut, dass nun vollständig und bundesweit Wettbewerb herrscht. Unser Ziel ist ein Marktanteil von 15 Prozent. Noch in diesem Jahr wollen wir bei den Verkaufsverpackungen ein Lizenzierungsvolumen von deutlich über 100 Millionen Euro erreichen“, erklärt Roland Stroese.


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